Freigänger Katzen übersiedeln – das gilt es beim Revierwechsel zu beachten

Aktualisiert am: 01 Feb 2024 Umzugstipps
Freigänger Katzen übersiedeln – das gilt es beim Revierwechsel zu beachten

Wie gelingt es, eine Freigänger Katze an ein neues Zuhause zu gewöhnen und wann sollten Sie die Katze nach dem Umzug zum ersten Mal rauslassen? In diesem Beitrag erfahren Sie alles Wissenswerte zum Umzug mit Freigängern.

Freigänger sind Katzen, die nicht nur in der Wohnung leben, sondern auch draußen ein Revier besitzen – die Wohnung bzw. das Haus stellt lediglich einen Rückzugsort innerhalb dieses Reviers dar. Ein Umzug bedeutet für Freigänger Katzen daher doppelte Belastung. Die Samtpfote muss sich im Zuge dessen sowohl an ein neues „Basislager“ gewöhnen, als auch ein neues Revier erkunden und erobern.

Tipps für den Umzug mit Katze

Ein Umzug ist nicht nur für Menschen, sondern auch für deren Haustiere immer mit Stress verbunden. Vor allem Katzen reagieren sehr sensibel auf einen Umgebungswechsel. Wie Sie Ihrer Katze den Umzug erleichtern können, haben wir bereits in einem separaten Beitrag zusammengefasst. Für Freigänger Katzen steht nach dem Umzug und der Eingewöhnung ins neue Zuhause jedoch der größte Schritt erst bevor- die Erkundung des neuen Reviers außerhalb der vier Wände.

Freigänger Katze an neue Umgebung gewöhnen

Katzen sind ortsgebundene Tiere und müssen sich nach einer Übersiedlung erst an den neuen Wohnort gewöhnen. Für Freigänger Katzen ist das sichere Dach über dem Kopf nicht nur Schutz, sondern auch eine Anlaufstelle für Zuneigung und Futter. Daher gilt es diese Bedürfnisse des Vierbeiners zu befriedigen. Schmuseeinheiten und Essen festigen die Bindung zum neuen Revier.

Freigang nach Umzug – Gefahrenquellen von Katzen erkennen

Erkunden Sie das zukünftig neue Revier Ihrer Katze selbst bevor Sie den Freigänger losziehen lassen. Neben großen Straßen zählen auch offene Regentonnen oder Swimmingpools zu möglichen Gefahrenquellen. Orten Sie diese und beseitigen Sie sie, wenn möglich. Erkundigen Sie sich außerdem nach Hunden oder Nachbarn, die keine Katzen mögen und achten Sie darauf, ob giftige Pflanzen in der Nähe des neuen Wohnsitzes wachsen.

Halten Sie nach folgenden Gefahrenquellen Ausschau:

1. Pflanzen

Katzen sind neugierig und knabbern gerne mal an Pflanzen. Leider sind manche Gewächse für die Vierbeiner giftig. Auch Stachel oder Dornen können zu Verletzungen führen. Nachfolgende Pflanzen sind nur einige Beispiele, die für Katzen nicht ungefährlich sind.

  • Efeu
  • Beetrosen
  • Brombeeren
  • Chrysanthemen
  • Osterglocken
  • Buchsbaum
  • Eibe
  • Eisenhut
  • Oleander
  • Engelstrompete
  • Begonien

2. Mensch und Tier in der Nachbarschaft

Erfragen Sie, ob die unmittelbaren Nachbarn katzenfreundlich sind oder ob es vielleicht in dieser Gegend mit Haustieren schon häufiger Probleme gab. Sollte ein Hund im Nachbargarten leben, dann bringen Sie unbedingt in Erfahrung ob er mit Katzen verträglich ist.

3. Wasser

Zu möglichen – und leider wenig beachteten – Gefahrenquellen gehören auch offene Regentonnen, Swimmingpools oder andere Wasserbehältnisse. Fällt eine Katze hinein, kommt sie schwer wieder heraus. Wenn möglich sollten Sie diese Gefahrenquellen mit einem Brett zum einfacheren Herauskommen sichern bzw. die Eigentümer darum bitten.

4. Verkehrslage

Die offensichtlichste Gefahr für Freigänger Katzen ist nach wie vor eine viel befahrene Straße. Grenzt Ihr Grundstück direkt an eine Straße, ist es sinnvoll, Gartenzäune angemessen zu gestalten. Jede Hürde, die der Katze den Weg erschwert, bietet zusätzlichen Schutz für die Samtpfote. Verdichtete Hecken oder zusätzlicher Maschendraht sind zwei mögliche Lösungen.

Revier erkunden – Katze rauslassen nach Umzug

Ab wann darf die Katze wieder raus? Diese Frage stellen sich die meisten Besitzer von Freigänger Katzen nach dem Umzug. Katzen, die auch nach einer Übersiedlung den Freigang genießen dürfen, sollten mindestens vier Wochen ohne Ausgang im neuen Haus verbringen.

In den ersten Tagen nach dem Umzug ist die Gefahr besonders groß, dass die Katze zu ihrem alten Revier zurückzukehren versucht. Sie kennen Ihren Stubentiger am besten und werden merken, wann er bereit für neue Abenteuer ist. Nicht jede Katze ist gleich stark an ihr altes Revier gebunden.

5 Tipps für den Freigang nach dem Ortswechsel

  1. Begleiten Sie Ihre Katze in den ersten Tagen, damit sie ihr neues Revier kennenlernt und Vertrauen in der neuen Situation fasst.
  2. Sie können bei den ersten Ausflügen der Katze auch ein Geschirr anlegen, sofern sie damit vertraut ist. Auf diese Weise vermeiden Sie, dass Ihr Haustier sich vor etwas erschreckt und wegrennt.
  3. Lassen Sie den Freigänger tagsüber, im Hellen, das neue Revier erkunden. Die Zeit vor der Fütterung eignet sich dafür besonders gut, da der Appetit die Katze wieder nach Hause treibt.
  4. Passen Sie die Fütterungszeit an, um die Katze für die Heimkehr zu belohnen. So verknüpft der Tiger Ort und Versorgung. Füttern Sie vorerst nur einmal täglich, bis sich der Freigänger an die neue Umgebung gewöhnt hat.
  5. Nach einer längeren Entdeckungsreise sollte die Katze zunächst wieder eine Zeit lang im Haus bleiben. Auch hier gilt wieder: Zuneigung und Futter haben oberste Priorität.

Freigänger Umzug in eine Wohnung – wenn sich die Umstände ändern

Wenn ein Umzug den Freigang der Katze nicht mehr zulässt, ist es wichtig das Tier gut auszulasten und ihm Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten. Eine Freigänger Katze an ein neues Zuhause zu gewöhnen fordert jede Menge Zeit und Geduld – diese zu einer Wohnungskatze zu machen ist Königsdisziplin. Beginnen Sie daher unbedingt schon vor dem Umzug die Katze an längere Aufenthalte in der Wohnung zu gewöhnen.

Freigänger Katzen verbringen ihre Tage meist damit zu jagen, durch ihr Revier zu schleichen oder soziale Kontakte zu knüpfen. Ist dies nicht mehr möglich, muss anderweitig für Auslastung gesorgt werden. Ansonsten ist mit starkem Protest seitens des Vierbeiners zu rechnen.

Mit viel Beschäftigung, Kreativität und Konsequenz können eine Änderung der Lebensumstände für die Katzen angenehmer gestaltet und Aggression oder Unsauberkeit vermieden werden. Bieten Sie dem Stubentiger neben genügend Kletter- und Kratzmöglichkeiten auch mehrere Höhlen und Rückzugsorte. Vermehrtes Spielen und Herausfordern durch Übungen oder Clicker-Training sind ebenfalls ein bewährtes Mittel gegen Langeweile.

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